Παρασκευή 9 Ιουνίου 2017

Ataxien und hereditäre spastische Spinalparalysen

Zusammenfassung

Die hereditären Ataxien und spastischen Spinalparalysen sind primär genetisch bedingte Erkrankungen, die bis auf wenige Ausnahmen altersabhängig vollständig penetrant sind. Die Genetik ist daher sowohl der Schlüssel zur Diagnose als auch Ausgangspunkt zur Aufdeckung der Pathophysiologie und zur Entwicklung kausaler Therapieansätze für diese Erkrankungen. Sowohl die genetische Basis als auch das phänotypische Spektrum der hereditären Ataxien und spastischen Spinalparalysen überlappen; daher ist eine Klassifikation mit einer strikten Trennung der Erkrankungsgruppen nicht länger sinnvoll. Moderne genetische Techniken ermöglichen die zeit- und kosteneffektive parallele Sequenzierung aller bekannter Ataxie- und Spastik-Gene. Allerdings müssen Repeatexpansionen und große genomische Deletionen separat bedacht werden. Hierfür stellt der Artikel einen in der Praxis bewährten diagnostischen Algorithmus vor. Grundsätzlich ist eine differenzierte klinische Analyse des Phänotyps für die korrekte Interpretation der oft zahlreichen genetischen Varianten in den Hochdurchsatzanalyseverfahren unverzichtbar. Trotz aller Fortschritte bleibt ein beträchtlicher Anteil familiärer Ataxie- und Spastikfälle bislang ohne genetische Diagnose. Neben bislang unentdeckten Spastik- und Ataxie-Genen sind auch ungewöhnliche Mutationstypen wie z. B. nichtkodierende Varianten und polygenische Vererbungsmodi als Ursache zu vermuten. Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten und aufwendigen Untersuchungstechniken sollten Patienten mit hereditären Ataxien und spastischen Spinalparalysen in entsprechend spezialisierten Zentren mit einem Studien- und Forschungsansatz vorgestellt werden. Dies ist auch für die Rekrutierung repräsentativer Patientenkohorten für zukünftige Therapiestudien von großer Bedeutung.



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