Zusammenfassung
Hintergrund
Periodische Beinbewegungen können fragmentierten und nicht erholsamen Schlaf bewirken, in der Folge zu häufigen Krankenständen und neuropsychologischen Defiziten führen und sollten daher möglichst frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden.
Fragestellung
Welche Vorteile liefert eine berührungslose 3D-Analyse zur Bewegungsdetektion gegenüber der klassischen Elektromyographie (EMG) von linkem und rechtem M. tibialis anterior?
Material und Methoden
Untersucht wurden Schlafaufzeichnungen von 27 Patienten aus drei neurologischen Schlaflaboren. Zusätzlich zur routinemäßigen Video-Polysomnographie (PSG) wurde ein 3D-Sensor über dem Bett verwendet, der das Höhenprofil des Körpers scannt und aus Änderungen Bewegungen detektiert.
Ergebnisse
In den Schlafaufzeichnungen wurden 5710 Beinbewegungen (leg movements, LM) durch 3D-Analyse detektiert und durch Schlafmedizinern verifiziert. Das EMG erfasste davon nur 3317 Ereignisse (58 %). Die restlichen 2393 Beinbewegungen wurden vom EMG nicht detektiert (42 %). Es traten auch 1545 EMG-Aktivitäten auf, ohne dass dabei 3D- oder Videodetektionen beobachtet wurden (32 % der insgesamt 4862 Ausschläge im EMG). Diese können durch technische Artefakte, subtile tonische Muskelaktivität ohne Bewegung oder durch schwache, unter der Decke verborgene Bewegungen verursacht worden sein.
Diskussion
Die 3D-Analyse detektiert auch Beinbewegungen, die von anderen Muskeln als den M. tibialis anterior ausgelöst werden. Artefakte von schlechten Elektrodenkontakten spielen dabei keine Rolle. Insgesamt ergab die 3D-Analyse von Beinbewegungen eine realistischere LM-Anzahl als die EMG-basierte Zählung. Die 3D-Analyse hat daher auch therapeutische Konsequenzen. Ein großer Vorteil gegenüber dem EMG ist die berührungslose Bewegungsdetektion: Sie vereinfacht die Aufnahmeprozedur, verringert die Sensoren am Körper und ermöglicht so ungestörten Schlaf.
http://ift.tt/2qkEgUf
Δεν υπάρχουν σχόλια:
Δημοσίευση σχολίου